Ich werde in diesem Jahr 50 und beginne auf einmal einen Blog? Was suche ich und was will ich erreichen? Meiner Meinung nach muss das Internet wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Wir alle brauchen mehr Freiheit für unsere Gedanken, die vollständigen Rechte an unseren Werken und Bildern, aber nicht die Einschränkungen die uns aus wirtschaftlichen oder politischen Interesse auferlegt werden.

Wie hat es Angefangen und warum rumort es?
Nach meiner Zeit bei der Bundeswehr fand ich 1998 ich das erste Mal den Weg ins Internet. Beruflich sogar! In einer kleinen Firma bei Bernau (bei Berlin) arbeitete ich an einer Webseite namens EH – Barnim.de. EH steht für Einrichtungshaus. Der Browser kam von Netscape und deren Composer war eines unserer Hauptwerkzeuge. In dieser Zeit habe ich begonnen mich mit HTML und Perl zu beschäftigen. Die nicht stabilen Windows Versionen 95/98 und 98SE betrieben die Computer in der kleinen Firma. Ich fühlte mich damals wie ein Pionier der ein unbekanntes Land erkundet. Wir haben uns viel selbst erarbeitet und auch viel ausprobiert.
Was braucht das gute alte Internet?
Meine kurze Antwort! Kreativität braucht es. Kreativität kann anstrengend sein und mit dem Anspruch etwas gutes zu erschaffen wird es vielleicht noch anstrengender. Ich denke das neben dem Talent auch die geforderte eigene Anstrengung den Meister in vielem macht. In meinem ersten Beitrag möchte ich mit Euch noch nicht in die Tiefen meines Kaninchenbaus hinab steigen. Nur so viel. Wenn ich zum Ende des letzten Jahrhunderts das Internet betreten habe und durch dessen weiten surfte fand ich schnell interessantes mit Tiefgang. Vielleicht weil es neu war, war es für viele außerordentlich wichtig was man im Internet veröffentlichte. Immerhin ist es dann in der Öffentlichkeit. Diese Haltung hat sich heute stark verändert. Das Internet ist oberflächlich geworden und schon vor den bildgebenden Möglichkeiten der Diffusionsmodelle war viel Müll im Netz zu finden. Das Medium an sich hat sich über die Zeit verändert. Angefangen hat es auf stationären Computern an denen man sich Zeit genommen hat. Heute sind es ultramobile Computer die Inhalte auf keinen Bildschirmen zur Verfügung stellen und diese werden oft unterwegs oder an Orten ohne Ruhe konsumiert. Dazu gesellt sich das Interesse von der Digitalindustrie unsere Aufmerksamkeit zu kanalisieren um uns auf flache Werbung zu lenken. Zeit ist Geld bekommt so eine neue Bedeutung. Zeit sollte nicht verschwendet werden um Geld zu verdienen, aber heute wird man dazu verführt um genau diese Zeit zur Gewinnmaximierung der Digitalindustrie zu verschwenden.